Wie Unternehmen die Risiken in der Lieferkette leichter bewältigen?
Nachhaltige Lieferketten sind von zentraler Bedeutung, da ein Großteil der ökologischen und sozialen Belastungen in der Lieferkette entsteht. Unternehmen, die auf nachhaltige Lieferketten achten, profitieren dreifach.
Erstens erfüllen sie das Lieferkettengesetz und vermeiden Haftungs- und Schadenersatzansprüche. Zweitens bauen Sie durch ein verantwortungsvolles Management der Lieferkette Vertrauen bei Ihren Kund:innen, Mitarbeitenden und Finanzpartner:innen auf und positionieren Ihr Unternehmen nachhaltig. Drittens nutzen Sie den Hebel der Lieferkette, um ökologischen und sozialen Mehrwert zu schaffen und nachhaltig zu wirtschaften.
Zum Buch: Nachhaltige Lieferketten -Praxisleitfaden durch den Label-Dschungel
Warum nachhaltige Lieferketten?
2024 wird es ernst mit der Lieferkettenverantwortung. Die Europäische Union verabschiedet das Gesetz zur Sorgfaltspflicht in der Lieferkette, das Unternehmen verpflichtet, nicht nur für ihre eigenen Aktivitäten, sondern auch für ihre Lieferkette Verantwortung zu übernehmen.
Warum? Nachhaltige Lieferketten sind für die Zukunft unseres Planeten und unserer Gesellschaft von enormer Bedeutung, denn die ökologischen und sozialen Belastungen und die damit verbundenen Risiken für Mensch und Umwelt in der Lieferkette sind um ein Vielfaches höher als die Belastungen im eigenen Unternehmen. Mit der nachhaltigen Gestaltung von Lieferketten hat jedes Unternehmen einen Multiplikatoreffekt für positive Nachhaltigkeitsleistungen. Nachhaltige Lieferketten zielen darauf ab, die negativen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft zu minimieren und gleichzeitig Effizienz und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Unternehmen, die nachhaltige Lieferketten verwirklichen, tragen dazu bei, den ökologischen Fußabdruck zu verringern, soziale Standards zu fördern und die wirtschaftliche Effizienz zu verbessern..
Das Lieferkettengesetz (auch bekannt als Corporate Sustainability Due Diligence Directive, CSDDD) verlangt von Unternehmen, dass sie potenzielle negative Auswirkungen auf Menschenrechte und Umwelt entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette identifizieren, mildern, beheben oder verhindern.
Ziel des Lieferkettengesetzes ist es, Menschenrechte und Umweltschutz in globalen Lieferketten zu stärken. Es verpflichtet Unternehmen, die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards zu überwachen und eine Beschwerdestelle einzurichten. Dies gilt nicht nur für die eigenen Aktivitäten, sondern auch für die von Tochterunternehmen und Geschäftspartnern.Unternehmen müssen ein umfassendes Risikomanagementsystem einführen, eine Risikoanalyse durchführen und einen Maßnahmenplan zur Verbesserung erstellen.
Einkaufsentscheidungen nachhaltig treffen …
Große Unternehmen, die direkt vom Lieferkettengesetz betroffen sind, und ihre Zulieferer sind verpflichtet, die Lieferketten aller eingekauften Produkte auf Risiken für Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden zu untersuchen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um negative Auswirkungen zu reduzieren.
Die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz in der Lieferkette ist eine große und nicht einfache Aufgabe für Unternehmen. In der langjährigen Audit-Tätigkeit der Autorin hat sich gezeigt, dass Unternehmen oft nichts über ihre eigene Lieferkette wissen, nicht einmal über die direkten Lieferant:innen und schon gar nichts über die Lieferkette bis zum Ursprung der Rohstoffe. Es gibt zwar Labels, mit denen eingekaufte Produkte und Dienstleistungen bewertet werden können, aber viele Unternehmen kennen diese Labels nicht. Selbst wenn Labels auf Produkten zu finden sind, ist es schwierig und aufwändig zu überprüfen, was die Labels tatsächlich prüfen und wie verlässlich sie für die Nachhaltigkeitsbewertung von Produkten unterschiedlicher Branchen sind.
Aktuelle Lösungen
Unternehmen, die das Risiko in der Lieferkette minimieren wollen, beschränken sich auf regionale Lieferant:innen, die sie persönlich kennen. Oder sie beziehen Waren aus der EU in der Hoffnung, dass dort höhere Sozial- und Umweltstandards eingehalten werden. Dies ist jedoch oft nicht möglich, da viele Branchen ihre Produktion und Rohstoffgewinnung über den Globus verteilt haben und persönliche Überprüfungen aufwändig oder unmöglich sind.
Die einfachste Möglichkeit, sich eigene Überprüfungen zu ersparen, ist die Nutzung von vertrauenswürdigen Labels!
Diese überprüfen in unterschiedlicher Qualität Nachhaltigkeitskriterien in der Wertschöpfungskette. Liegt ein Label-Zertifikat vor, ist das Unternehmen auf der sicheren Seite. Allerdings gibt es in den einzelnen Branchen eine unüberschaubare Anzahl von Labels, die unterschiedliche Kriterien prüfen und daher unterschiedlich verlässlich sind.
Unternehmen stehen vor den Fragen:
– Welche Labels gibt es überhaupt in den einzelnen Branchen?
– Was prüfen diese Labels?
– Wie verlässlich ist das Siegel?
Einkaufsentscheider:innen müssen die Antworten auf diese Fragen aufwändig selbst recherchieren und verlieren im oft unübersichtlichen Label-Dschungel leicht den Überblick. Hier setzt das Forschungsprojekt „Label-Check“ an.
Als Ergebnis finden nachhaltig interessierte Unternehmen und solche, die das Lieferkettengesetz einhalten wollen/müssen, eine Übersicht der wichtigsten Labels aus 13 Branchen, eine Kurzbeschreibung der 83 wichtigsten Labels und einen Vergleich der einzelnen Labels nach 16 Nachhaltigkeitskriterien.
Forschungsprojekt „Nachhaltige Lieferketten & Label-Check“
Das Forschungsprojekt „Nachhaltige Lieferketten und Label-Check“ widmet sich der wichtigen und drängenden Frage, wie Lieferketten grundsätzlich nach Nachhaltigkeitskriterien bewertet werden können und welche Labels für die Bewertung von Lieferketten in verschiedenen Branchen geeignet sind.
Als allgemein gültige und weltweit akzeptierte Nachhaltigkeitsziele werden die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen herangezogen. Dabei handelt es sich um globale Ziele, die für alle Branchen und Länder relevant sind. Die von den Labels bewerteten Kriterien werden dann den einzelnen SDGs zugeordnet und nach den gesellschaftlichen Werten Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit & Solidarität und ökologische Nachhaltigkeit geordnet. Insgesamt lassen sich 16 Nachhaltigkeitskriterien ableiten, nach denen 83 Labels aus 13 Branchen bewertet werden.
Abb: Nachhaltigkeitskriterien zur Bewertung der Lieferkette, Beispiel GOTS
Ergebnisse des Label-Checks
Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sind in einem Praxisleitfaden zusammengefasst.
Eine inhaltliche Beschreibung der wichtigsten Labels aus den Branchen Bekleidung, IT, Druck, Holz, Lebensmittel, Energie, Kosmetik, Finanzen, Tourismus und Gebäude gibt einen kompakten Überblick über die wichtigsten Labels pro Branche. Für jede Branche werden die untersuchten Labels näher beschrieben, z.B. Hintergrund des jeweiligen Labels und Zertifizierungsprozesses, Zielsetzung, Gründungsjahr, Herausgeber, Anforderungen für die Zertifizierung, welche der 16 Nachhaltigkeitskriterien geprüft werden, Auditverfahren, Beispiele zertifizierter Produkte/Unternehmen und Verbreitung.
Darüber hinaus wird in einer detaillierten Beschreibung der Nachhaltigkeitskriterien pro Branche aufgezeigt, welche branchenspezifischen Risiken pro Kriterium bestehen und was in der jeweiligen Branche geprüft wird. So wird beispielsweise für die Textilbranche näher beschrieben, was unter existenzsichernden Löhnen, Gentechnikverbot, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Verbot von Kinderarbeit oder Schadstoffgrenzwerten in der Branche zu verstehen ist.
Im Teil Label-Steckbrief werden die einzelnen Labels übersichtlich dargestellt: Mit einer Kurzbeschreibung, einer tabellarischen Übersicht, welche der 16 Nachhaltigkeitskriterien das Label jeweils abdeckt, ob es sich um Positiv- oder Negativkriterien handelt (d.h. ob bestimmte Kriterien erfüllt sein müssen oder Ausschlusskriterien sind), wie das Prüfverfahren aussieht, wer der Herausgeber ist, Reichweite und Verbreitung, Kritik von NGOs und Fazit der Autorinnen sowie Quellenangaben.
Die besten Labels jeder Branche
Die folgenden Labels wurden als die besten ihrer Branche bewertet. Sie überprüfen die meisten der 16 definierten Nachhaltigkeitskriterien. Nur wenn diese erfüllt sind, wird ein Label vergeben:
Bekleidung, GOTS
IT, TOC-Certified
Druck, Cradle to Cradle
Lebensmittel, Demeter
Handel, Ja! Natürlich
Fisch und Meeresfrüchte, Naturland
Holz, Naturland
Energie, Österreichisches Umweltzeichen
Kosmetik, Natrue
Finanz, FNG
Tourismus, TourCert
Gebäude, Klimaaktiv
Der Praxisleitfaden bietet Unternehmen aller Größen einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Aspekte der Lieferkettenbewertung für die wichtigsten Branchen.Kurz und übersichtlich erfahren die Leser:innen, wie sie die Nachhaltigkeit ihrer eingekauften Produkte effizient bewerten können und welche Labels in den verschiedenen Branchen als verlässliche Indikatoren für die Einhaltung des Lieferkettengesetzes dienen. mehr lesen
Empfehlungen für Unternehmen
Die einzelnen Label-Steckbriefe zeigen auf einen Blick, welches Label was garantiert. Diese Informationen sind wichtig, um die Sorgfaltspflicht in der Lieferkette erfüllen zu können. Wählen Sie für jede Branche das passende Label aus. In Branchen, für die es kein passendes Label gibt, nehmen Sie direkt mit dem jeweiligen Lieferanten Kontakt auf und lassen Sie sich die Einhaltung der 16 Kriterien persönlich bestätigen. So können Sie auch Ihre Sorgfaltspflicht nachweisen. Im Zweifelsfall empfehlen sich stichprobenartige Audits.
Der Praxisleitfaden gibt den Leser:innen das nötige Wissen und die Werkzeuge an die Hand, um eine verantwortungsvolle und nachhaltige Einkaufsentscheidung zu treffen und damit der Sorgfaltspflicht nach dem Lieferkettengesetz gerecht zu werden.
Machen Sie den ersten Schritt und tauchen Sie ein in die Welt der Lieferkettenbewertung. Lassen Sie uns gemeinsam die Herausforderungen annehmen und Lösungen für eine nachhaltigere Zukunft finden.
Fazit
Das EU-Lieferkettengesetz soll die Weltwirtschaft fairer und nachhaltiger machen. Es verpflichtet Unternehmen in der EU zur Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Nachhaltige Lieferketten und Label-Check“ tragen dazu bei, die Orientierung im Label-Dschungel zu verbessern und Risiken in der Lieferkette zu reduzieren. Es kann als positives Vorbild für weitere Forschungsprojekte dienen. Ein großes Problem bleibt jedoch die Vielzahl der Labels, die oft fehlende Transparenz entlang der Lieferkette und Greenwashing. Anstatt neue Labels zu entwickeln, wäre es in Zukunft wünschenswert, bestehende Labels zu verbessern und transparenter zu gestalten. So können sich die Abnehmer:innen in Zukunft besser auf die einzelnen Labels verlassen. Darüber hinaus wäre es sinnvoll, die Besten jeder Branche mit einem Best-Practice-Logo hervorzuheben
Über die Autorin
Angela Drosg-Plöckinger ist Vordenkerin für zukunftsfähiges Wirtschaften, zertifizierte Nachhaltigkeitsberaterin und -auditorin, FH-Lektorin, staatlich geprüfte Unternehmensberaterin, promovierte Betriebswirtin, Mitentwicklerin des Gemeinwohl-Berichtsstandards und hat über 30 Jahre Erfahrung in der Begleitung von Unternehmen bei der Umsetzung nachhaltiger Entwicklung. Sie unterstützt Unternehmen bei der nachhaltigen Transformation mit Instrumenten der Nachhaltigkeitsberichterstattung und Formaten zukunftsfähiger Unternehmensführung. Buch: „Nachhaltige Lieferketten“
Kontakt: Angela Drosg-Plöckinger | mehrWerte Unternehmensentwicklung
office@mehrwerte.at | www.mehrwerte.at
Buchpräsentation
Sie möchten mehr über das Forschungsprojekt „Nachhaltige Lieferletten“ erfahren? Dann sind Sie herzlich eingeladen zur Online-Präsentation am 30. Januar 2025.
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Nachhaltige Lieferant:innen finden
Nachhaltige Produkte/Dienstleistungen anbieten
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
Klimastrategie für Unternehmen – mehr als CO₂
Wie ganzheitlicher Klimaschutz zum Wettbewerbsvorteil wird
Unternehmen stehen heute vor einer neuen Realität. Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Trockenheit, Überschwemmungen, Bodenverarmung und Ressourcenknappheit sind längst keine abstrakten Umweltprobleme mehr, sondern konkrete wirtschaftliche Risiken. Lieferketten geraten ins Stocken, Rohstoffe werden teurer, Extremwetterereignisse verursachen Schäden, und regulatorische Anforderungen steigen. Gleichzeitig erwarten Kund:innen, Mitarbeitende und Investor:innen glaubwürdigen Klimaschutz.
Viele Unternehmen beginnen ihren Weg mit einer klassischen CO₂‑Bilanz. Das ist ein sinnvoller erster Schritt, denn er schafft Transparenz über Emissionsquellen und erste Reduktionspotenziale. Doch schnell zeigt sich: CO₂ ist nur ein Teil der Wahrheit. Eine wirksame Klimastrategie muss weiter gehen – sie muss das gesamte ökologische System berücksichtigen, in dem Unternehmen agieren.
Genau hier setzt die multifaktorielle Klimabilanz an. Sie erweitert den Blick von der reinen Emissionsbetrachtung hin zu einem Verständnis der ökologischen Kreisläufe, die das Klima stabilisieren – und die gleichzeitig durch unternehmerisches Handeln beeinflusst werden. Dieser Artikel zeigt, warum eine Klimastrategie heute mehr bedeutet als CO₂‑Reduktion, wie Unternehmen von einem ganzheitlichen Ansatz profitieren und warum die multifaktorielle Klimabilanz ein entscheidender Wettbewerbsvorteil ist.
Warum eine Klimastrategie heute mehr bedeutet als CO₂‑Reduktion
Über viele Jahre galt CO₂ als der zentrale Indikator für Klimaschutz. Unternehmen haben Emissionen gemessen, reduziert und kompensiert. Doch die globale Erwärmung schreitet weiter voran, und gleichzeitig verschärfen sich andere ökologische Krisen. Arten sterben in rasantem Tempo aus, Böden verlieren ihre Fruchtbarkeit, Wasserkreisläufe geraten aus dem Gleichgewicht, und Extremwetterereignisse nehmen zu.
Diese Entwicklungen zeigen: Klimaschutz ist kein isoliertes Thema. Er ist eingebettet in ein komplexes System aus biologischen und physikalischen Kreisläufen. Ein Unternehmen kann seine Emissionen reduzieren und dennoch negative Auswirkungen auf Wasser, Böden oder Biodiversität haben. Umgekehrt können Maßnahmen zur Verbesserung der Bodenqualität oder zur Renaturierung von Flächen einen erheblichen Beitrag zur CO₂‑Speicherung leisten, ohne dass dies in einer klassischen Bilanz sichtbar wird.
Wer nur CO₂ misst, sieht also nur einen Ausschnitt.
Wer das Ganze betrachtet, erkennt die wirklichen Hebel.
Die Grenzen klassischer CO₂‑Bilanzen
Eine CO₂‑Bilanz ist ein wichtiges Diagnoseinstrument. Sie zeigt, wo Emissionen entstehen und welche Prozesse energieintensiv sind. Doch sie hat klare Grenzen. Sie berücksichtigt keine Auswirkungen auf Wasser, Böden oder Biodiversität, bildet keine Wechselwirkungen ab und liefert keine Grundlage für eine ganzheitliche Klimastrategie.
Kurz gesagt:
Eine CO₂‑Bilanz ist ein erster Schritt – aber kein Steuerungsinstrument für die komplexen Herausforderungen unserer Zeit.
Warum Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz brauchen
Die Anforderungen an Unternehmen verändern sich rasant. Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) verlangt eine doppelte Impact-Perspektive, also die Betrachtung sowohl der Auswirkungen des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft als auch der Auswirkungen ökologischer Veränderungen auf das Unternehmen.
Gleichzeitig steigen die Erwartungen von Kund:innen, Mitarbeitenden und Investor:innen. Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Unternehmen, die Klimaschutz ganzheitlich denken, profitieren auf mehreren Ebenen:
Eine Klimastrategie, die nur CO₂ betrachtet, greift daher zu kurz. Eine Strategie, die ökologische Kreisläufe integriert, schafft dagegen Zukunftssicherheit.
Die multifaktorielle Klimabilanz: Klimaschutz als System verstehen
Die multifaktorielle Klimabilanz erweitert den Blick und analysiert alle Faktoren, die das Klima beeinflussen – und von ihm beeinflusst werden. Sie betrachtet nicht nur Treibhausgasemissionen, sondern auch die Rolle von Böden und Wäldern als Kohlenstoffsenken, den Wasserhaushalt, die Bodenqualität, die Biodiversität, die Ressourcennutzung und die Kreislaufwirtschaft.
Diese Faktoren werden nicht isoliert betrachtet, sondern in ihren Wechselwirkungen. Dadurch entsteht ein realistisches Bild der ökologischen Wirkung eines Unternehmens.
Was die multifaktorielle Klimabilanz sichtbar macht
Das Ergebnis ist eine Heatmap, die zeigt, wo die größten Risiken und Chancen liegen. Sie macht sichtbar, welche Bereiche Priorität haben und wo Unternehmen mit geringem Aufwand große Wirkung erzielen können.
Vom Befund zur Strategie: Wie Unternehmen profitieren
Die multifaktorielle Klimabilanz ist nicht nur ein Analyseinstrument. Sie ist ein Lern- und Steuerungsprozess, der Unternehmen Schritt für Schritt begleitet – von der Bestandsaufnahme über die qualitative und quantitative Bewertung bis hin zur Entwicklung einer wirksamen Klima- und Naturschutzstrategie.
Unternehmen erhalten eine klare Struktur, die Orientierung schafft und Fortschritte sichtbar macht. Der Prozess ist transparent, nachvollziehbar und auditierbar. Er ermöglicht eine Zertifizierung entlang eines klaren Reifegradmodells – von Basic über Bronze, Silber und Gold bis hin zu Platin.
Eine Klimastrategie auf Basis der multifaktoriellen Klimabilanz ist wirksam, weil sie die größten Hebel adressiert. Sie ist wirtschaftlich sinnvoll, weil sie Risiken reduziert, Kosten spart und die Resilienz stärkt. Sie ist CSRD‑konform, weil sie doppelte Wesentlichkeit und ESRS‑Anforderungen integriert. Und sie ist glaubwürdig, weil sie Greenwashing verhindert und das Vertrauen von Stakeholdern stärkt.
Wettbewerbsvorteile durch ganzheitlichen Klimaschutz
Unternehmen, die Klimaschutz systemisch denken, handeln nicht nur ökologisch verantwortungsvoll, sondern auch wirtschaftlich klug. Ganzheitlicher Klimaschutz wird zu einem echten Wettbewerbsvorteil.
Er reduziert Kosten, stärkt die Marke, erhöht die Attraktivität für Mitarbeitende und verbessert die Position bei Investor:innen. Gleichzeitig erhöht er die Resilienz gegenüber ökologischen und wirtschaftlichen Risiken.
Besonders deutlich wird dies, wenn man die Rolle der Biodiversität betrachtet. Sie ist kein Zusatzthema, sondern ein zentraler Bestandteil des Klimasystems. Ohne Biodiversität verlieren Böden ihre Fähigkeit, Wasser zu speichern und CO₂ zu binden. Wasserkreisläufe geraten aus dem Gleichgewicht, Ökosysteme werden anfälliger für Störungen und die Resilienz ganzer Regionen sinkt.
Die multifaktorielle Klimabilanz integriert Biodiversität deshalb nicht als isoliertes Element, sondern als Teil eines ökologischen Gesamtbildes. Sie zeigt, wie Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität gleichzeitig das Klima stabilisieren und die wirtschaftliche Grundlage von Unternehmen sichern können.
Fazit: Ganzheitliche Klimastrategie ist mehr als CO₂ – sie ist ein System
Unternehmen, die Klimaschutz ganzheitlich denken, handeln nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich klug. Die multifaktorielle Klimabilanz zeigt, wie Klima, Natur, Wasser, Böden und Ressourcen zusammenhängen und wo Unternehmen wirklich etwas bewegen können.
Wer das Ganze sieht, kann wirksam handeln.
Und wer wirksam handelt, schafft Wettbewerbsvorteile.
Jetzt starten: Wie Ihr Unternehmen profitieren kann
Wenn Sie wissen möchten, wie Ihr Unternehmen eine wirksame, ganzheitliche Klimastrategie entwickeln kann, ist die Multifaktorielle Klimabilanz der ideale Einstieg.
In einem unverbindlichen Informationsgespräch zeigen wir Ihnen:
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Die SDGs als Kompass für zukunftsweisende Innovation und nachhaltiges Wachstum nutzen
Wie Sie mit den SDGs Zukunft gestalten und Innovationskraft freisetzen
Warum kleine und mittlere Unternehmen gerade jetzt mit den Sustainable Development Goals (SDGs) neue Stärke, Orientierung und Zukunftspotenziale gewinnen können.
Wenn der Druck steigt, braucht es einen klaren Kompass
Wer kennt es nicht? Was immer funktioniert hat, ist plötzlich nicht mehr verlässlich: Märkte verändern sich, Kund:innen erwarten Neues und das, was gestern noch sicher war, gerät heute ins Wanken.
Die wirtschaftliche Lage ist angespannt, die Nachfrage schwankt und die Kosten steigen. Märkte, die früher gut liefen, wirken plötzlich gesättigt. Kund:innen sind anspruchsvoller geworden – sie erwarten Transparenz, Verlässlichkeit und zunehmend auch gesellschaftliche Verantwortung. Gleichzeitig rücken ökologische Herausforderungen immer näher an den betrieblichen Alltag heran: Energiepreise, Ressourcenknappheit, Klimarisiken und neue Vorgaben.
Für viele Unternehmen fühlt es sich wie ein permanenter Spagat an: Der Alltag verlangt volle Leistung, während im Hintergrund schon die nächsten großen Veränderungen anklopfen. Manchmal fehlt schlicht die Orientierung. Wo anfangen? Was zuerst? Was bringt wirklich etwas?
Genau in dieser Situation können die Sustainable Development Goals (SDGs) zu einem echten Anker werden. Nicht als theoretisches UN-Papier oder als Pflicht für Berichte, sondern als praktischer Kompass, der zeigt, wo Zukunft entsteht und wo Unternehmen ihre Stärken einbringen können.
Warum die SDGs gerade für KMU eine Chance sind
Viele Unternehmen verbinden Nachhaltigkeit zunächst mit Aufwand. Mit Dokumentation. Mit Pflichten. Doch wer die SDGs aus einer anderen Perspektive betrachtet, erkennt schnell: Sie sind ein Ideenraum. Ein Innovationsmotor. Ein Zukunftsfilter.
Die SDGs helfen, Klarheit zu gewinnen, ohne die Kreativität einzuschränken. Sie zeigen, welche Themen in Zukunft wichtig werden und in welchen Bereichen Unternehmen mit ihren Fähigkeiten, ihrem Know-how und ihrer Nähe zu Kund:innen einen echten Unterschied machen können.
Gerade kleinere und mittlere Unternehmen haben hier einen Vorteil: Sie sind flexibel, pragmatisch und mutig. Sie können schneller Entscheidungen treffen, Dinge ausprobieren und Anpassungen vornehmen als große Konzerne. Die SDGs geben ihnen eine Richtung vor, ohne sie in starre Strukturen zu pressen.
Die SDGs sind ein guter Kompass für eine innovative Nachhaltigkeitsstrategie
Eine gute Nachhaltigkeitsstrategie muss nicht kompliziert sein. Sie muss vor allem wirksam sein und zum Unternehmen passen. Die SDGs helfen dabei, den Blick zu schärfen und Prioritäten zu setzen.
Der erste Schritt besteht darin, jene Ziele zu identifizieren, die wirklich etwas mit dem eigenen Geschäft zu tun haben. Nicht alle 17 – oft reichen zwei, drei oder fünf. Ein Handwerksbetrieb könnte beispielsweise Potenziale in den Bereichen Ressourceneffizienz und Klimaschutz entdecken. Ein Tourismusbetrieb wiederum in guter Arbeit und nachhaltigen Gemeinden. Ein Technologieunternehmen wiederum findet Potenziale in Innovation und Infrastruktur.
Wenn diese Relevanz klar ist, eröffnet sich plötzlich eine neue Perspektive auf das eigene Unternehmen:
Die SDGs helfen Unternehmen nicht nur, diese Fragen zu stellen, sondern auch, sie zu beantworten. Sie machen sichtbar, wo Zukunft entsteht und wo es sich lohnt, Schwerpunkte zu setzen.
Von der Idee zur Umsetzung: Wirkung statt Papier
Nachhaltigkeit wird häufig mit Berichten, Kennzahlen und Pflichten in Verbindung gebracht. Für erfolgreiche Unternehmen ist jedoch etwas anderes viel wichtiger: Wirkung.
Es geht nicht darum, möglichst viele Seiten zu füllen, sondern echte Veränderungen anzustoßen. Oft sind es gerade die kleinen Schritte, die eine große Wirkung entfalten: Energie sparen, Abfall reduzieren, Prozesse optimieren, Produkte langlebiger gestalten, Mitarbeitende einbinden.
Nachhaltigkeit bedeutet nicht, das Alte nachzujustieren, sondern das Neue zu entwerfen.
Unternehmen, die das erkennen, entwickeln Lösungen, die neue Kund:innen anziehen, bestehende Kund:innen begeistern und Wettbewerbsvorteile schaffen. Sie werden resilienter, attraktiver und zukunftssicherer. Und sie beginnen, ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln.
Die SDGs bieten dafür einen klaren Rahmen und gleichzeitig genug Freiheit, um eigene Wege zu gehen.
Die SDG-Werkstatt: Ein praktischer Weg zu wirksamer Nachhaltigkeit
Viele Betriebe sagen: „Wir wollen nachhaltiger werden, aber wo fangen wir an?”
Genau dafür gibt es die SDG-Werkstatt.
Sie ist weder ein theoretisches Seminar noch ein Reporting-Workshop. Sie ist ein Arbeitsraum, in dem Unternehmen gemeinsam entdecken, mit welchen gesellschaftlichen Herausforderungen ihre Stakeholder konfrontiert sind. Wie die SDGs konkret auf ihr Geschäftsmodell wirken. Wo Chancen liegen. Wo Risiken entstehen. Vor allem aber erfahren sie, welche Maßnahmen wirklich etwas verändern.
In der SDG-Werkstatt wird Nachhaltigkeit greifbar. Die Teams erleben, dass es nicht um zusätzliche Arbeit geht, sondern um neue Möglichkeiten. Um Ideen, die Kosten senken, Kund:innen begeistern oder neue Märkte erschließen. Es geht um Lösungen, die ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich attraktiv sind.
Viele Unternehmen berichten, dass sie nach der SDG-Werkstatt zum ersten Mal das Gefühl hatten: „Jetzt wissen wir, was wir tun können – und warum es sich lohnt.“
Fazit: Die SDGs als Chance für KMU – nicht als Pflicht
In einer Zeit, in der Unsicherheit und Veränderung den Alltag prägen, brauchen KMU Orientierung, Mut und einen klaren Blick nach vorne. Die SDGs bieten genau das: einen Rahmen, der dabei hilft, Zukunftspotenziale zu erkennen und Innovationen zu entwickeln, die sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch sinnvoll sind.
Wer die SDGs als Chance versteht, kann seine Wettbewerbsfähigkeit stärken, neue Märkte erschließen, wirksame Nachhaltigkeitsmaßnahmen umsetzen und sein Geschäftsmodell zukunftstauglich weiterentwickeln. Die SDG-Werkstatt ist dabei ein kraftvoller Schritt, um diesen Weg strukturiert, kreativ und praxisnah zu gehen.
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Weil „Weiter wie bisher“ nicht mehr funktioniert
Die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) als strategischer Kompass für Ihr Unternehmen
Als Unternehmer:in, Geschäftsführer:in oder Verantwortliche:r im Nachhaltigkeitsmanagement stehen Sie heute vor der Aufgabe, Ihr Unternehmen stabil, resilient und zukunftsorientiert auszurichten. Märkte verändern sich schneller als je zuvor, regulatorische Anforderungen steigen, Kund:innen fordern Transparenz – und gleichzeitig müssen Ressourcen effizient eingesetzt werden.
Genau hier zeigt sich der Wert einer strategisch gedachten Nachhaltigkeit. Sie ist längst kein Nebenthema mehr, sondern ein entscheidender Hebel für Zukunftsfähigkeit, Wettbewerbsstärke und Innovationskraft. Immer mehr Unternehmen erkennen: Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern ein klarer Wettbewerbsvorteil, der Geschäftsmodelle robust und attraktiv macht.
Mit den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen steht Ihnen ein international anerkanntes System zur Verfügung, das Orientierung bietet und den Weg in eine zukunftsfitte Unternehmensstrategie strukturiert. Die SDGs machen sichtbar, wo Herausforderungen liegen, welche Potenziale sich auftun und wie Sie nachhaltige Wirkung in Ihre Strategie integrieren können.
Wer die SDGs als strategischen Kompass nutzt, positioniert sein Unternehmen nicht nur verantwortungsbewusst – sondern stärkt sein Profil als innovativer, widerstandsfähiger und verlässlicher Marktakteur.
Warum Nachhaltigkeit gerade jetzt zählt
Unternehmen befinden sich heute unter Transformationsdruck, wie wir ihn kaum zuvor erlebt haben. Globaler Wettbewerb, Fachkräftemangel, neue Berichtspflichten, regulatorische Auflagen wie CSRD und Lieferkettengesetz, Klimarisiken und die Erwartungen von Kund:innen treffen gleichzeitig aufeinander.
Für Unternehmen bedeutet das:
➤ Sich nicht zu verändern ist keine Option – und proaktives Handeln wird zum Erfolgsfaktor.
Strategisch gedachte Nachhaltigkeit hilft Ihnen,
Unternehmen, die Nachhaltigkeit klar in ihre Strategie integrieren, können sich flexibel an wechselnde Marktbedingungen anpassen und profitieren von einer stärkeren Positionierung gegenüber Mitbewerbern.
Die 17 SDGs – Ihr Leitstern für Zukunft und Wirkung
Die SDGs bilden den weltweit anerkannten Rahmen, um nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Sie umfassen ökologische, soziale und ökonomische Dimensionen – von Klimaschutz über Innovation und Infrastruktur bis zu menschenwürdiger Arbeit und stabilen Partnerschaften.
Für Unternehmen bieten die SDGs drei wesentliche Vorteile:
Die nachhaltigen Entwicklungsziele ermöglichen Ihnen, Ihre Unternehmensvision zu erweitern und in realistische, wirkungsorientierte Ziele zu übersetzen. Genau deshalb eignen sie sich hervorragend als Grundlage für strategische Transformation.
Vorsprung durch nachhaltige Entwicklung
Unternehmen stehen heute in einem Spannungsfeld aus wirtschaftlicher Unsicherheit, steigenden Kosten, gesellschaftlichen Erwartungen und globalen Krisen. Gleichzeitig eröffnen sich enorme Chancen für Innovation, Effizienzsteigerung und Wettbewerbsvorteile.
Die Global Goals helfen dabei, diese Herausforderungen systematisch einzuordnen und daraus strategische Handlungsfelder abzuleiten.
Wie die SDGs Mehrwert bieten – fünf zentrale Herausforderungen
Lieferkettengesetze, CSRD und neue Umweltstandards erhöhen den Druck auf Unternehmen. Die SDGs zeigen, welche Themen priorisiert und wie Maßnahmen strukturiert umgesetzt werden können.
Mitarbeitende wollen in Unternehmen arbeiten, die Werte leben. Die SDGs positionieren Sie als verantwortungsvolle:r Arbeitgeber:in, die attraktive Perspektiven bietet.
Steigende Energie- und Rohstoffpreise machen Effizienz unverzichtbar. Die SDGs zeigen, wo Einsparpotenziale liegen und wie nachhaltige Prozesse Wettbewerbsvorteile schaffen.
Kund:innen und Geschäftspartner:innen achten stärker auf Nachhaltigkeit. Die SDGs helfen Ihnen, klar sichtbar zu machen, wofür Ihr Unternehmen steht.
Viele Unternehmen wissen, dass sie handeln müssen – aber nicht, wo sie beginnen sollen. Die SDGs reduzieren Komplexität und bieten eine klare Struktur, mit der Prioritäten und Potenziale erkennbar werden.
Die Global Goals verwandeln Herausforderungen in Chancen: Sie zeigen, wo Innovation möglich wird, wie Risiken verringert werden und wie Unternehmen resilienter handeln können.
So machen Sie Ihr Unternehmen zukunftsfit
Wenn Sie die SDGs systematisch in Ihre Unternehmensstrategie integrieren, schaffen Sie nachhaltigen Mehrwert – sowohl ökonomisch als auch gesellschaftlich.
Ihre Vorteile:
Nachhaltigkeit wird so zu einem aktiven Gestaltungsinstrument Ihrer Unternehmenszukunft.
Die Lösung: Die SDG Online Werkstatt
Mit der SDG Online Werkstatt erhalten Sie ein praxisorientiertes und wirksames Format, um nachhaltige Entwicklungsziele Schritt für Schritt in Ihre Strategie zu integrieren – intuitiv, strukturiert und professionell begleitet.
Ihr unternehmerischer Mehrwert:
Als optimaler Einstieg empfiehlt sich „SDG in Practice“ – ein kompakter, halbtägiger Status-Check in Ihrem Team mit intuitiv-spielerischen Methoden. Damit erhalten Sie einen schnellen Überblick über Ihren aktuellen Stand, identifizieren Potenziale und legen ein solides Fundament für Ihre nachhaltige Strategiearbeit.
Fazit: Zukunftsfähig und wirksam handeln
Die SDGs sind Ihr strategischer Kompass, um Nachhaltigkeit aktiv in die Unternehmensstrategie zu integrieren. Sie helfen Ihnen, Klarheit zu gewinnen, Ihre Vision zu erweitern und konkrete Maßnahmen umzusetzen. Gleichzeitig fördern sie Innovation, stärken Vertrauen und machen Ihr Unternehmen resilient gegenüber zukünftigen Herausforderungen.
Mit der SDG Online Werkstatt können Sie die Weichen für eine nachhaltige Zukunft stellen – professionell, strukturiert und wirksam. Vom ersten Status-Check bis zur vollständig entwickelten Roadmap begleiten die SDGs Sie dabei, Ihr Unternehmen zukunftsfit auszurichten und messbare Wirkung zu erzielen.
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Unterschied zwischen der Multifaktoriellen Klimabilanz und einem Biodiversitäts-Check?
Warum ein ganzheitlicher Ansatz den Unterschied macht?
Die Biosphäre unseres Planeten gerät zunehmend aus dem Gleichgewicht und befindet sich seit Längerem in einer Phase der Degeneration. Kipppunkte rücken näher, Arten verschwinden, Wasserkreisläufe brechen zusammen – und damit die Grundlage unseres Lebens und Wirtschaftens. Dadurch steigt der Druck, Nachhaltigkeit nicht länger nur zu versprechen, sondern auch umzusetzen. Immer mehr Unternehmen suchen nach Antworten: Wo können wir ansetzen? Was wirkt wirklich?
Lange Zeit galt die Reduktion von Treibhausgasemissionen als das primäre Ziel unternehmerischer Umweltverantwortung. Doch während der globale CO2-Ausstoß weiterhin steigt, Arten rasant aussterben, Naturräume und Wälder verloren gehen, Wasserkreisläufe unterbrochen werden, Böden verarmen, sich Wüsten ausbreiten und die Temperaturen in nie dagewesene Höhen steigen, wird deutlich, dass die Herausforderungen unserer Zeit systemischer Natur sind. Sie betreffen nicht nur das Klima, sondern die Biosphäre als Ganzes.
Ein ausgeglichenes Klima und die Artenvielfalt sind die Basis unseres Lebens und Wirtschaftens. Eine Million Arten sind aufgrund menschlicher Aktivitäten vom Aussterben bedroht. Seit 1970 ist ein Rückgang der Wirbeltierbestände um 73 % zu beklagen. Laut WWF sind 55 % des globalen BIP (Wirtschaftsleistung) von intakter Natur abhängig. Daher ist der Verlust der Artenvielfalt laut dem Global Risk Report 2025 des Weltwirtschaftsforums das zweitgrößte Risiko. Ein stabiles Klima braucht Biodiversität. Denn 54 % der von Menschen verursachten CO₂-Emissionen werden von der Natur absorbiert. Dadurch hat sich die Erderhitzung verlangsamt.
Klima und Artenvielfalt sind die zwei größten Herausforderungen unserer Zeit für das menschliche Wohlergehen und die Grundlage wirtschaftlicher Tätigkeit. Entsprechend müssen auch unsere Instrumente zur Nachhaltigkeitsbewertung und -steuerung systemischer werden.
Klima- und Artenschutz sind für Unternehmen Pflicht – und Chance.
Im Fokus dieser Entwicklung stehen zwei wichtige Werkzeuge: der Biodiversitäts-Check und die Multifaktorielle Klimabilanz. Doch was genau ist der Unterschied zwischen ihnen und warum ist der systemische Ansatz der Klimabilanz entscheidend? Dieser Beitrag beleuchtet die Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser beiden Methoden sowie ihre jeweiligen Anwendungsbereiche. Ziel ist es, Unternehmen eine fundierte Entscheidungsgrundlage für eine wirksame und strategisch sinnvolle Nachhaltigkeitsausrichtung zu geben.
Der Biodiversitäts-Check legt einen wichtigen Fokus, ist aber auf einen begrenzten Rahmen beschränkt.
Der Biodiversitäts-Check ist ein spezialisiertes Instrument, mit dem sich bewerten lässt, wie ein Unternehmen auf Artenvielfalt, Lebensräume und Ökosystemleistungen einwirkt und welche Abhängigkeiten bestehen. In Zeiten massiven Biodiversitätsverlusts ist dieser Fokus ein erster wichtiger Schritt. Der Check identifiziert Risiken durch Landnutzung, Rohstoffgewinnung, Pestizide, Lieferkettenprozesse oder Standortaktivitäten. Er hilft dabei, Abhängigkeiten von Ökosystemleistungen zu erkennen, beispielsweise von Rohstoffen, Naturressourcen, der Wasserversorgung oder der Bestäubung durch Insekten.
Der Check ist ein wichtiger Baustein, insbesondere für naturabhängige Branchen wie Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Tourismus und Energie. Allerdings beschränkt sich der Biodiversitäts-Check auf einen Teilbereich des ökologischen Wirkungsfeldes. Er behandelt Biodiversität als isoliertes Thema und berücksichtigt systemische Wechselwirkungen mit anderen Ökosystemfunktionen wie Kohlenstoffspeicherung, Wasserregulation oder Klimastabilisierung nicht umfassend. Durch diese Trennung können Wechselwirkungen übersehen oder in ihrer Wirkung unterschätzt werden.
Die Multifaktorielle Klimabilanz: vom CO₂-Fußabdruck zum systemischen Klimaverständnis
Der klassische CO₂-Fußabdruck war lange Zeit das zentrale Instrument zur Bewertung der Klimawirkung eines Unternehmens. Er misst direkte und indirekte Emissionen in Tonnen CO₂-Äquivalenten und bietet eine erste Orientierung darüber, wo Emissionen entstehen. Doch die Klimawirkung lässt sich nicht auf Emissionen allein reduzieren. Natürliche Kohlenstoffsenken wie Böden und Wälder spielen eine zentrale Rolle für den globalen CO₂-Kreislauf, ebenso wie der Zustand von Ökosystemen, die Verfügbarkeit von Wasser und die biologische Vielfalt.
Klimaschutz ist heute weit mehr als CO₂-Einsparen oder Energieeffizienz. Wer glaubwürdig auftreten will – gegenüber Kund:innen, Finanzpartner:innen, Mitarbeitenden und der Gesellschaft – muss wirksamen, systemisch gedachten Klimaschutz betreiben. Das bedeutet: weg vom reinen CO₂-Fußabdruck, hin zur Betrachtung dessen, was unser Klima wirklich beeinflusst.
Hier setzt die Multifaktorielle Klimabilanz an. Sie erweitert den Emissionsfokus um zentrale Umweltfaktoren wie den Wasserhaushalt, die Bodenqualität, die Ressourcennutzung, den Zustand ökologischer Kreisläufe und die biologische Vielfalt. Der Anspruch ist, das „Ganze“ zu sehen: Wo wirkt ein Unternehmen auf die Kreisläufe des Lebens ein? Welche Wechselwirkungen entstehen zwischen Energieeinsatz, Materialverbrauch, Ökosystemgesundheit und biologischen Dynamiken?
Doch wie können Unternehmen nicht nur schädliche Auswirkungen reduzieren, sondern aktiv zur Stabilisierung des ökologischen Systems beitragen?
Die Multifaktorielle Klimabilanz ist ein wichtiges Managementsystem, um Risiken zu identifizieren, Chancen zu erkennen und eine wirksame Klima- und Naturschutzstrategie zu entwickeln. Sie betrachtet nicht nur Treibhausgasemissionen, sondern auch den CO₂-Kreislauf und die Kohlenstoffbindung, den Wasserhaushalt und die Balance regionaler Wasserkreisläufe, lebendige Böden und ihre Rolle als Kohlenstoff- und Wasserspeicher, die biologische Vielfalt und die Gesundheit lokaler Ökosysteme, den Materialeinsatz und die Ressourceneffizienz sowie die Auswirkungen auf die Kreislaufwirtschaft und die Abfallvermeidung.
Dabei analysiert sie, wie Ihr Unternehmen diese Faktoren beeinflusst – direkt im Unternehmen, entlang der Lieferkette oder in der Produktnutzung.
Das Ergebnis ist eine Heatmap, die zeigt, wo die größten Hebel und Risiken liegen. Darauf aufbauend können Sie eine wirkungsorientierte Klimastrategie entwickeln, die in fünf Stufen zertifizierbar ist: von „Basic” über „Bronze”, „Silber”, „Gold” bis „Platin”, entsprechend dem Reifegrad Ihrer Organisation.
Abbildung 1: Heat-Map
Integration statt Insellösung
Im Gegensatz zum Biodiversitäts-Check ist die Multifaktorielle Klimabilanz ein integrativer Ansatz. Sie betrachtet nicht nur isoliert die von einem Unternehmen verursachten Emissionen oder den Zustand der Natur, sondern auch dessen Einfluss auf biologische und physikalische Kreisläufe. Dazu gehört beispielsweise die Betrachtung des Wasserverbrauchs, der -rückführung und der -verschmutzung sowie die Analyse der Gewinnung, Nutzung und Entsorgung von Materialien.
Was ist der Unterschied?
Abbildung 2: Themen der Multifaktorielle Klimabilanz
Auch die Biodiversität ist in der Multifaktoriellen Klimabilanz enthalten, jedoch nicht als isoliertes Element, sondern als Teil des Gesamtbildes. Denn die Stabilität eines Ökosystems hängt nicht nur von der Artenvielfalt, sondern auch vom Bodenleben, der Wasserverfügbarkeit und der Belastung durch Schadstoffe ab. Diese Perspektive ist entscheidend, wenn Unternehmen wirksam zur Stabilisierung des Klimas beitragen möchten.
Ein weiterer Vorteil ist, dass die Multifaktorielle Klimabilanz relevante Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) sowie der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) integriert und somit eine valide Grundlage für strategisches Nachhaltigkeitsmanagement bietet.
Von der Analyse zur Strategie: Wie Unternehmen profitieren
Die Multifaktorielle Klimabilanz ist mehr als nur ein Analyseinstrument, denn sie ist auch ein strategisches Management-Tool. Unternehmen erhalten damit nicht nur eine Datenbasis, sondern auch eine Heatmap ihrer ökologischen Wirkfelder. Diese zeigt, wo sich Hotspots befinden, welche Bereiche die größten Risiken oder Chancen bergen und wo prioritärer Handlungsbedarf besteht.
Auf dieser Grundlage lassen sich gezielte Maßnahmen entwickeln, beispielsweise zur Verbesserung des Wassermanagements, zur Förderung der Bodengesundheit, zur Entsiegelung von Flächen, zur Reduzierung des Materialeinsatzes oder zur Renaturierung in Lieferketten. Der Prozess ist dabei in fünf Stufen aufgebaut: von der Bestandsaufnahme (Verständnis des Impacts) über die Erfassung und Bewertung der Wirkungen (qualitativ und quantitativ) und die Bewertung der Risiken und Chancen bis hin zur Entwicklung einer wirksamen Klima- und Naturschutzstrategie und eines auditierbaren Klimaberichts. Unternehmen können sich entlang dieser Stufen zertifizieren lassen – von „Basic” bis „Platin”.
So wird aus einer Bilanz ein Lern- und Steuerungsprozess, der kontinuierliche Verbesserungen unterstützt und dabei hilft, die regulatorischen Anforderungen mit echtem Impact zu verknüpfen.
Stakeholder-Perspektive: Wirkung zeigen, wo es zählt.
Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal ist auch die Frage: Für wen ist unsere Wirkung relevant? Die Multifaktorielle Klimabilanz betrachtet Klimaschutz nicht nur aus der Perspektive des Unternehmens, sondern rückt alle Stakeholder in den Fokus: Lieferkettenpartner:innen, Kund:innen, Finanzpartner:innen, Mitarbeitende, lokale Gemeinschaften und nicht zuletzt die Natur selbst.
Diese ganzheitliche Perspektive erlaubt es, Prioritäten dort zu setzen, wo das Unternehmen nicht nur Risiken reduziert, sondern auch Vertrauen aufbaut, Innovation fördert und gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. In einer Welt, in der Greenwashing zunehmend entlarvt wird, ist genau das der Unterschied: echte Wirkung statt bloßer Kommunikation.
Fazit: Um wirksam zu handeln, muss man das Ganze sehen.
Der Biodiversitäts-Check ist ein wichtiges Instrument – speziell für Unternehmen, die direkt von der Natur abhängig sind. Wer jedoch Klimaschutz umfassend verstehen und gestalten will, braucht ein Instrument, das mehr kann. Die Multifaktorielle Klimabilanz bietet diesen erweiterten Blick. Sie verbindet Klimawirkung mit Ökosystemgesundheit, Ressourcenmanagement und sozialer Verantwortung. Sie ist anschlussfähig an regulatorische Rahmenwerke und praxistauglich für die unternehmerische Steuerung.
Vor allem aber zeigt sie eines: Aktiver Klimaschutz endet nicht bei den Emissionen, sondern beginnt dort, wo wir das Ganze verstehen und gezielt ins Handeln kommen.
Möchten Sie herausfinden, wie Ihr Unternehmen konkret zur Stabilisierung von Klima und Biosphäre beitragen kann?
Dann starten Sie jetzt mit der Multifaktoriellen Klimabilanz und machen Sie aus Klimaschutz einen echten Wettbewerbsvorteil.
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Nachlese: Unternehmer:innen Café „Zukunft unternehmen“ zum Thema Biodiversität
Am 25. September 2025 fand das erste Unternehmer:innen Café „Zukunft unternehmen“ bei der Privatkäserei Woerle in Henndorf statt. Rund 30 nachhaltigkeitsbewusste Unternehmer:innen und Führungskräfte, Impact-Unternehmen und kommunale Gestalter:innen folgten der Einladung von Forum for Future, um sich über ein zentrales Thema auszutauschen:
„Biodiversität zählt – Chancen für zukunftsorientierte Unternehmen“.
In Impulsen und Gesprächen wurde deutlich, warum Artenvielfalt nicht nur für unsere Lebensgrundlagen, sondern auch für die globale Wirtschaft ein entscheidender Erfolgsfaktor ist. Diskutiert wurden praxisnahe Möglichkeiten, wie Unternehmen Biodiversität fördern können – etwa durch naturnahe Gestaltung von Betriebsflächen und Gärten oder durch eine verantwortungsvolle Gestaltung der Lieferkette.
Ein Höhepunkt des Abends war die Präsentation der Privatkäserei Woerle. Das Unternehmen zeigte eindrucksvoll, wie es bereits vor fünf Jahren begonnen hat, das Betriebsgelände zu begrünen und die Zusammenarbeit mit Landwirten im Umkreis von 50 Kilometern nachhaltig zu entwickeln. Die positiven Effekte sind vielfältig: mehr Artenvielfalt, stärkere regionale Wertschöpfung und ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell.
Neben inspirierenden Einblicken bot das Café vor allem Raum für Vernetzung, Austausch und gemeinsames Lernen – ein starkes Signal, dass Unternehmen Verantwortung übernehmen und aktiv zur Erhaltung der Biodiversität beitragen können.
Ein herzlicher Dank gilt unseren Gastgeber:innen und insbesondere Diana Reuter für die Gastfreundschaft und ihr großes Engagement.
Das nächste
Unternehmer:innen Café „Zukunft unternehmen“
findet in der zweiten Jännerhälfte 2026 statt. Im Fokus steht das Thema Kreislaufwirtschaft als Chance für Unternehmen – wir freuen uns auf Ihr Kommen!
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Was heißt nachhaltiger Erfolg heute – und morgen?
Was heißt nachhaltiger Erfolg heute – und morgen?
Oft werden wir gefragt, was eigentlich der Unterschied zwischen „nachhaltigem Wachstum“ und „nachhaltiger Entwicklung“ ist. Beide Begriffe begegnen uns in Strategiepapieren, Nachhaltigkeitsberichten und politischen Debatten immer wieder. Doch was ist der grundlegende Unterschied – und warum ist er für Unternehmen so relevant?
Nachhaltiges Wachstum meint …
wirtschaftliches Wachstum, das umweltverträglicher und ressourcenschonender gestaltet ist als herkömmliches Wachstum. Unternehmen setzen auf Effizienz, technologische Innovation und grüne Prozesse, um weiterhin wachsen zu können – mit möglichst geringer ökologischer Belastung.
Nachhaltige Entwicklung geht weiter.
Sie umfasst nicht nur wirtschaftliche, sondern auch ökologische und soziale Dimensionen. Ziel ist es, Strukturen zu schaffen, die langfristig tragfähig, gerecht und generationenübergreifend sinnvoll sind – selbst dann, wenn kein quantitatives Wachstum mehr möglich oder sinnvoll ist. Es geht vor allem um qualitatives Wachstum in Form von Lebensqualität, Gesundheit, Bildung, friedlichem Miteinander, Freiheit und Demokratie.
👉 Was bedeutet das für Unternehmen?
Nachhaltiges Wachstum kann ein Teil einer nachhaltigen Entwicklung sein – doch echte Nachhaltigkeit erfordert mehr als effiziente Technologien. Es braucht ein ganzheitliches Denken:
Unternehmen, die sich aktiv mit dieser Unterscheidung auseinandersetzen, sind nicht nur besser auf regulatorische Anforderungen vorbereitet (z. B. CSRD, EU-Taxonomie), sondern auch attraktiver für Kunden, Talente und Investoren.
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Nachhaltige Lieferketten in der Praxis
Wie Unternehmen die Risiken in der Lieferkette leichter bewältigen?
Nachhaltige Lieferketten sind von zentraler Bedeutung, da ein Großteil der ökologischen und sozialen Belastungen in der Lieferkette entsteht. Unternehmen, die auf nachhaltige Lieferketten achten, profitieren dreifach.
Erstens erfüllen sie das Lieferkettengesetz und vermeiden Haftungs- und Schadenersatzansprüche. Zweitens bauen Sie durch ein verantwortungsvolles Management der Lieferkette Vertrauen bei Ihren Kund:innen, Mitarbeitenden und Finanzpartner:innen auf und positionieren Ihr Unternehmen nachhaltig. Drittens nutzen Sie den Hebel der Lieferkette, um ökologischen und sozialen Mehrwert zu schaffen und nachhaltig zu wirtschaften.
Warum nachhaltige Lieferketten?
2024 wird es ernst mit der Lieferkettenverantwortung. Die Europäische Union verabschiedet das Gesetz zur Sorgfaltspflicht in der Lieferkette, das Unternehmen verpflichtet, nicht nur für ihre eigenen Aktivitäten, sondern auch für ihre Lieferkette Verantwortung zu übernehmen.
Warum? Nachhaltige Lieferketten sind für die Zukunft unseres Planeten und unserer Gesellschaft von enormer Bedeutung, denn die ökologischen und sozialen Belastungen und die damit verbundenen Risiken für Mensch und Umwelt in der Lieferkette sind um ein Vielfaches höher als die Belastungen im eigenen Unternehmen. Mit der nachhaltigen Gestaltung von Lieferketten hat jedes Unternehmen einen Multiplikatoreffekt für positive Nachhaltigkeitsleistungen. Nachhaltige Lieferketten zielen darauf ab, die negativen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft zu minimieren und gleichzeitig Effizienz und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Unternehmen, die nachhaltige Lieferketten verwirklichen, tragen dazu bei, den ökologischen Fußabdruck zu verringern, soziale Standards zu fördern und die wirtschaftliche Effizienz zu verbessern..
Das Lieferkettengesetz (auch bekannt als Corporate Sustainability Due Diligence Directive, CSDDD) verlangt von Unternehmen, dass sie potenzielle negative Auswirkungen auf Menschenrechte und Umwelt entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette identifizieren, mildern, beheben oder verhindern.
Ziel des Lieferkettengesetzes ist es, Menschenrechte und Umweltschutz in globalen Lieferketten zu stärken. Es verpflichtet Unternehmen, die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards zu überwachen und eine Beschwerdestelle einzurichten. Dies gilt nicht nur für die eigenen Aktivitäten, sondern auch für die von Tochterunternehmen und Geschäftspartnern.Unternehmen müssen ein umfassendes Risikomanagementsystem einführen, eine Risikoanalyse durchführen und einen Maßnahmenplan zur Verbesserung erstellen.
Einkaufsentscheidungen nachhaltig treffen …
Große Unternehmen, die direkt vom Lieferkettengesetz betroffen sind, und ihre Zulieferer sind verpflichtet, die Lieferketten aller eingekauften Produkte auf Risiken für Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden zu untersuchen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um negative Auswirkungen zu reduzieren.
Die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz in der Lieferkette ist eine große und nicht einfache Aufgabe für Unternehmen. In der langjährigen Audit-Tätigkeit der Autorin hat sich gezeigt, dass Unternehmen oft nichts über ihre eigene Lieferkette wissen, nicht einmal über die direkten Lieferant:innen und schon gar nichts über die Lieferkette bis zum Ursprung der Rohstoffe. Es gibt zwar Labels, mit denen eingekaufte Produkte und Dienstleistungen bewertet werden können, aber viele Unternehmen kennen diese Labels nicht. Selbst wenn Labels auf Produkten zu finden sind, ist es schwierig und aufwändig zu überprüfen, was die Labels tatsächlich prüfen und wie verlässlich sie für die Nachhaltigkeitsbewertung von Produkten unterschiedlicher Branchen sind.
Aktuelle Lösungen
Unternehmen, die das Risiko in der Lieferkette minimieren wollen, beschränken sich auf regionale Lieferant:innen, die sie persönlich kennen. Oder sie beziehen Waren aus der EU in der Hoffnung, dass dort höhere Sozial- und Umweltstandards eingehalten werden. Dies ist jedoch oft nicht möglich, da viele Branchen ihre Produktion und Rohstoffgewinnung über den Globus verteilt haben und persönliche Überprüfungen aufwändig oder unmöglich sind.
Die einfachste Möglichkeit, sich eigene Überprüfungen zu ersparen, ist die Nutzung von vertrauenswürdigen Labels!
Diese überprüfen in unterschiedlicher Qualität Nachhaltigkeitskriterien in der Wertschöpfungskette. Liegt ein Label-Zertifikat vor, ist das Unternehmen auf der sicheren Seite. Allerdings gibt es in den einzelnen Branchen eine unüberschaubare Anzahl von Labels, die unterschiedliche Kriterien prüfen und daher unterschiedlich verlässlich sind.
Unternehmen stehen vor den Fragen:
– Welche Labels gibt es überhaupt in den einzelnen Branchen?
– Was prüfen diese Labels?
– Wie verlässlich ist das Siegel?
Einkaufsentscheider:innen müssen die Antworten auf diese Fragen aufwändig selbst recherchieren und verlieren im oft unübersichtlichen Label-Dschungel leicht den Überblick. Hier setzt das Forschungsprojekt „Label-Check“ an.
Als Ergebnis finden nachhaltig interessierte Unternehmen und solche, die das Lieferkettengesetz einhalten wollen/müssen, eine Übersicht der wichtigsten Labels aus 13 Branchen, eine Kurzbeschreibung der 83 wichtigsten Labels und einen Vergleich der einzelnen Labels nach 16 Nachhaltigkeitskriterien.
Forschungsprojekt „Nachhaltige Lieferketten & Label-Check“
Das Forschungsprojekt „Nachhaltige Lieferketten und Label-Check“ widmet sich der wichtigen und drängenden Frage, wie Lieferketten grundsätzlich nach Nachhaltigkeitskriterien bewertet werden können und welche Labels für die Bewertung von Lieferketten in verschiedenen Branchen geeignet sind.
Als allgemein gültige und weltweit akzeptierte Nachhaltigkeitsziele werden die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen herangezogen. Dabei handelt es sich um globale Ziele, die für alle Branchen und Länder relevant sind. Die von den Labels bewerteten Kriterien werden dann den einzelnen SDGs zugeordnet und nach den gesellschaftlichen Werten Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit & Solidarität und ökologische Nachhaltigkeit geordnet. Insgesamt lassen sich 16 Nachhaltigkeitskriterien ableiten, nach denen 83 Labels aus 13 Branchen bewertet werden.
Abb: Nachhaltigkeitskriterien zur Bewertung der Lieferkette, Beispiel GOTS
Ergebnisse des Label-Checks
Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sind in einem Praxisleitfaden zusammengefasst.
Eine inhaltliche Beschreibung der wichtigsten Labels aus den Branchen Bekleidung, IT, Druck, Holz, Lebensmittel, Energie, Kosmetik, Finanzen, Tourismus und Gebäude gibt einen kompakten Überblick über die wichtigsten Labels pro Branche. Für jede Branche werden die untersuchten Labels näher beschrieben, z.B. Hintergrund des jeweiligen Labels und Zertifizierungsprozesses, Zielsetzung, Gründungsjahr, Herausgeber, Anforderungen für die Zertifizierung, welche der 16 Nachhaltigkeitskriterien geprüft werden, Auditverfahren, Beispiele zertifizierter Produkte/Unternehmen und Verbreitung.
Darüber hinaus wird in einer detaillierten Beschreibung der Nachhaltigkeitskriterien pro Branche aufgezeigt, welche branchenspezifischen Risiken pro Kriterium bestehen und was in der jeweiligen Branche geprüft wird. So wird beispielsweise für die Textilbranche näher beschrieben, was unter existenzsichernden Löhnen, Gentechnikverbot, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Verbot von Kinderarbeit oder Schadstoffgrenzwerten in der Branche zu verstehen ist.
Im Teil Label-Steckbrief werden die einzelnen Labels übersichtlich dargestellt: Mit einer Kurzbeschreibung, einer tabellarischen Übersicht, welche der 16 Nachhaltigkeitskriterien das Label jeweils abdeckt, ob es sich um Positiv- oder Negativkriterien handelt (d.h. ob bestimmte Kriterien erfüllt sein müssen oder Ausschlusskriterien sind), wie das Prüfverfahren aussieht, wer der Herausgeber ist, Reichweite und Verbreitung, Kritik von NGOs und Fazit der Autorinnen sowie Quellenangaben.
Die besten Labels jeder Branche
Die folgenden Labels wurden als die besten ihrer Branche bewertet. Sie überprüfen die meisten der 16 definierten Nachhaltigkeitskriterien. Nur wenn diese erfüllt sind, wird ein Label vergeben:
Bekleidung, GOTS
IT, TOC-Certified
Druck, Cradle to Cradle
Lebensmittel, Demeter
Handel, Ja! Natürlich
Fisch und Meeresfrüchte, Naturland
Holz, Naturland
Energie, Österreichisches Umweltzeichen
Kosmetik, Natrue
Finanz, FNG
Tourismus, TourCert
Gebäude, Klimaaktiv
Der Praxisleitfaden bietet Unternehmen aller Größen einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Aspekte der Lieferkettenbewertung für die wichtigsten Branchen.Kurz und übersichtlich erfahren die Leser:innen, wie sie die Nachhaltigkeit ihrer eingekauften Produkte effizient bewerten können und welche Labels in den verschiedenen Branchen als verlässliche Indikatoren für die Einhaltung des Lieferkettengesetzes dienen. mehr lesen
Empfehlungen für Unternehmen
Die einzelnen Label-Steckbriefe zeigen auf einen Blick, welches Label was garantiert. Diese Informationen sind wichtig, um die Sorgfaltspflicht in der Lieferkette erfüllen zu können. Wählen Sie für jede Branche das passende Label aus. In Branchen, für die es kein passendes Label gibt, nehmen Sie direkt mit dem jeweiligen Lieferanten Kontakt auf und lassen Sie sich die Einhaltung der 16 Kriterien persönlich bestätigen. So können Sie auch Ihre Sorgfaltspflicht nachweisen. Im Zweifelsfall empfehlen sich stichprobenartige Audits.
Der Praxisleitfaden gibt den Leser:innen das nötige Wissen und die Werkzeuge an die Hand, um eine verantwortungsvolle und nachhaltige Einkaufsentscheidung zu treffen und damit der Sorgfaltspflicht nach dem Lieferkettengesetz gerecht zu werden.
Machen Sie den ersten Schritt und tauchen Sie ein in die Welt der Lieferkettenbewertung. Lassen Sie uns gemeinsam die Herausforderungen annehmen und Lösungen für eine nachhaltigere Zukunft finden.
Fazit
Das EU-Lieferkettengesetz soll die Weltwirtschaft fairer und nachhaltiger machen. Es verpflichtet Unternehmen in der EU zur Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Nachhaltige Lieferketten und Label-Check“ tragen dazu bei, die Orientierung im Label-Dschungel zu verbessern und Risiken in der Lieferkette zu reduzieren. Es kann als positives Vorbild für weitere Forschungsprojekte dienen. Ein großes Problem bleibt jedoch die Vielzahl der Labels, die oft fehlende Transparenz entlang der Lieferkette und Greenwashing. Anstatt neue Labels zu entwickeln, wäre es in Zukunft wünschenswert, bestehende Labels zu verbessern und transparenter zu gestalten. So können sich die Abnehmer:innen in Zukunft besser auf die einzelnen Labels verlassen. Darüber hinaus wäre es sinnvoll, die Besten jeder Branche mit einem Best-Practice-Logo hervorzuheben
Über die Autorin
Angela Drosg-Plöckinger ist Vordenkerin für zukunftsfähiges Wirtschaften, zertifizierte Nachhaltigkeitsberaterin und -auditorin, FH-Lektorin, staatlich geprüfte Unternehmensberaterin, promovierte Betriebswirtin, Mitentwicklerin des Gemeinwohl-Berichtsstandards und hat über 30 Jahre Erfahrung in der Begleitung von Unternehmen bei der Umsetzung nachhaltiger Entwicklung. Sie unterstützt Unternehmen bei der nachhaltigen Transformation mit Instrumenten der Nachhaltigkeitsberichterstattung und Formaten zukunftsfähiger Unternehmensführung. Buch: „Nachhaltige Lieferketten“
Kontakt: Angela Drosg-Plöckinger | mehrWerte Unternehmensentwicklung
office@mehrwerte.at | www.mehrwerte.at
Buchpräsentation
Sie möchten mehr über das Forschungsprojekt „Nachhaltige Lieferletten“ erfahren? Dann sind Sie herzlich eingeladen zur Online-Präsentation am 30. Januar 2025.
Zum Buch „Nachhaltige Lieferketten – Praxisleitfaden durch den Label-Dschungel„
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DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
Mit der Kraft der Verbundenheit wirtschaften
Was hat Verbundenheit mit Ökonomie zu tun?
Wer möchte nicht glücklich und erfolgreich sein? Doch die Getrenntheit – die Nicht-Verbundenheit – hindert uns oft, uns als Teil des großen Ganzen zu sehen – und damit wirksam zu werden.
Die Handlungen und Entscheidungen jedes Menschen und jedes Unternehmens hat Auswirkungen auf andere. Das Paradigma der Getrenntheit, die auf isolierten Individuen oder Unternehmen basieren, haben zur Plünderung der Meere, der Wälder und Böden, zu Missbrauch von Tieren und Pflanzen geführt und haben unseren Planeten an den Rand des ökologischen Kollaps gebracht. Die Folgen sind Klimakrisen und kriegerische Konflikte.
Wie entsteht Verbundenheit?
Ein zentraler Aspekt der Wahrnehmung von Verbundenheit ist die Anerkennung der sozialen und ökologischen Auswirkungen wirtschaftlicher Aktivitäten. Unternehmen werden zunehmend dazu ermutigt und auch per Gesetz verpflichtet, nicht nur auf finanzielle Gewinne zu achten, sondern auch auf soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit. Dieser Paradigmenwechsel führt zu einem neuen Verständnis, dass die Interessen des Einzelnen, der menschlichen Gemeinschaft und der Natur nicht mehr in Konkurrenz zueinander stehen, sondern sie ergänzen sich gegenseitig.
Für Unternehmen gibt es wunderbare Instrumente, um die Verbundenheit in Unternehmen zu leben und damit Ihr ganzes Potenzial zu nutzen. Mehr lesen
Ebenso kann die Wahrnehmung der gesellschaftliche Verbundenheit und die Verbundenheit zur Natur unternehmerisch neue Perspektiven eröffnen. Mehr lesen
Das Leben und Wirtschaften in Verbundenheit ist ein fortlaufender Prozess, der Zusammenarbeit und Engagement erfordert. So können engagierte Menschen und Unternehmen gemeinsam daran arbeiten, die sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen.
Die Verbundenheit üben …
Wenn Sie mehr über dieses Thema erfahren möchten oder Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und lade Sie ein in unser Forum for Future, um sich über Zukunftsthemen auszutauschen.
Im dem Zusammenhang kann ich auch ein inspirierendes Buch von Charles Eisenstein empfehlen „Ökonomie der Verbundenheit“.
Ebenso zu empfehlen ist der Genuine Contact Ansatz von Birgitt Williams, ein Methode der holistischen Organisationsentwicklung, um Unternehmen lebendig und gesund zu erhalten und zukunftsfähig zu entwickeln. Eine Buchempfehlung dazu: Der Genuine Contact Way von Birgitt Williams.
In diesen Sinn, wünsche ich gute Kontakte und gelingende Verbindungen.
Hier geht´s zur Community von Forum for Future
Sich mit nachhaltigen Unternehmen verbinden
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
Warum Kooperation langfristig immer gewinnt?
Kooperation und Nachhaltigkeit
Kooperation ist eine wichtige Disziplin für eine nachhaltige und zukunftsfähige Wirtschaft. Doch viele Wirtschaftstreibende stellen sich die Frage, wie Kooperation gelingen kann in einer Welt von lauter Egoisten, d.h. Menschen, die mehr auf den persönlichen Vorteil achten als auf das Gemeinwohl.
Wie gelingt es nun, Kooperationen mit Win-Win-Beziehungen aufzubauen?
Es ist hilfreich, sich die grundlegenden Handlungsoptionen von wirtschaftlichen Interaktionen vorzustellen.
Option 1: In einer Geschäftsbeziehung kann ich grundsätzlich Win-Win-Beziehungen anstreben. Das ist möglich, wenn der Geschäftspartner oder Partnerin ebenso auf Win-Win ausgerichtet ist.
Option 2: Ich kann mit einer positiven Haltung in der Zusammenarbeit starten und auf eine positive Reaktion des Gegenübers hoffen.
Option 3: Ich kann auf Win-Win verzichten und gierig den eigen Vorteil maximieren, ohne Rücksicht auf den Schaden für den Partners oder der Partnerin.
Wie wirken sich die Verhaltensoptionen auf Nachhaltigkeit aus?
Bei Verhalten 1 wird es zu einer langfristigen positiven Kooperation mit ständigen Win-Win Beziehungen kommen. Im Fall von Verhalten 2, wenn ich freundlich in einer Kooperation starte und das Gegenüber die freundschaftliche Beziehung nicht erwidert, beende ich am besten die Zusammenarbeit.
Bei Verhalten 3, falls ich niemals freundschaftliche Beziehungen mit Win-Win Verhalten anstrebe, werde ich zwar einmalig einen guten Gewinn machen, d.h. positiv abschließen, während ich den Partner schädige. Diese Beziehung ist naturgemäß dann allerdings nur kurzfristig und bei nächster Gelegenheit ist der Partner weg.
Diese Handlungsoptionen in Geschäftsbeziehungen wurden vielfach im Rahmen der Spieltheorie mit Computer Simulationen erforscht und zeigen, dass bei egoistischem Verhalten, welches andere schädigt, kurzfristig ein maximaler Gewinn möglich ist.
Langfristig gewinnen immer die Win-Win-Spieler, die freundschaftliche Beziehungen zu ihren Partner:innen und Stakeholder pflegen.
Im Unternehmensalltag kann diese Erkenntnis auf unterschiedliche Anspruchsgruppen von Organisationen angewendet werden, wie z.B. Win-Win-Beziehungen zu Mitarbeitenden, Win-Win-Beziehungen zu Lieferant:innen, Win-Win-Beziehungen zu den Kund:innnen, und Mitbewerbern oder auch Win-Win-Beziehungen zum gesellschaftlichen und natürlichen Umfeld.
Win-Win in der täglichen Praxis …
Wie diese komplexen Win-Win-Beziehungen in der täglichen Praxis gestaltet werden können ist situativ unterschiedlich und stellt eine tägliche Herausforderung dar. Hierfür ist soziale, menschliche und ethische Kompetenz gefragt.
Rein quantitative Ziele bringen in der Disziplin der Kooperation und der funktionierenden Beziehungen eine Organisation nicht weiter. Am wirkungsvollsten und damit am nachhaltigsten ist der Win-Win Ansatz, wenn dieses menschlich-ethische Paradigma als Leitwert im Unternehmensleitbild und auch in der Unternehmensstrategie verankert wird. Hierfür gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten.
Sie wollen künftig mehr Win-Win-Kooperationen aufbauen?
Hier geht´s zur Community der kooperationswilligen Unternehmen
Oder gleich einkaufen bei Win-Win Unternehmen
Partner werden und leichter Win-Win Kooperationen aufbauen
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
Welcher Weg führt am besten in die Zukunft?
Welches Bild haben Sie von Ihrer idealen Zukunft?
Im Prozess der ganzheitlich-nachhaltigen Bilanzierung werfen Unternehmen einen tiefgehenden Blick auf unternehmerische Zukunftsaspekte. Sie erkennen, welche zukunftsrelevanten Potenziale in ihrer Organisation schlummern und reflektieren ihr unternehmerisches Handeln. Dabei nehmen sie die Wirkung ihres unternehmerischen Tuns für die wesentlichen Beziehungsgruppen bzw. Stakeholder in und außerhalb des Unternehmens bewusst wahr.
Der Standard zur Gemeinwohlbilanzierung verpflichtet die Unternehmen zur Beschäftigung mit sämtlichen Nachhaltigkeitsthemen. Es ist nicht vorgesehen, sich nur „relevante“ bzw. „wesentliche“ Aspekte heraus zu picken. Die Selbstanalyse setzt auf allen Ebenen der gesellschaftlichen Wirkung an. Auch bisher ausgeblendete Themen werden hinsichtlich der Unternehmensführung diskutiert und führen zu neuen Erkenntnissen und somit auch zu neuen Zielen und Strategien.
Nachhaltigkeits-Bilanzierung ist das ideale Verfahren
Eine ganzheitliche Nachhaltigkeits-Bilanzierung ist daher das ideale Verfahren, um Unternehmen neuen Drive zu geben, Inspiration für echte Innovation mit gesellschaftlicher Wirkung anzustoßen und Transformationsprozesse in der kleinsten Zelle der Wirtschaft, nämlich bei den Unternehmen zu initiieren.
Eine Vision vom Gemeinwohl zeigt sich als Erweiterung der ursprünglichen Unternehmensvision und gibt dem unternehmerischen Tun tieferen Sinn. Eine sinnstiftende und erfüllende Tätigkeit berührt die tiefsten Sehnsüchte der Menschen. Aus dem Grund ist es nicht verwunderlich, dass Gemeinwohl-orientierte Unternehmen produktiver arbeiten, durch mehr Kooperation und wohl auch Leidenschaft für die Sache.
Der erste Schritt …
Wollen Sie Unternehmen kennen lernen, die den Leitfaden der Gemeinwohlorientierung für ihre Zukunftsstrategie entdeckt und erfolgreich umgesetzt haben, dann klicken Sie auf die interaktive Landkarte und nehmen Kontakt mit Pionierunternehmen auf.
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Oder gleich einkaufen bei Gemeinwohlunternehmen
Partner werden und sich von erfolgreichen Zukunftskonzepten inspirieren lassen
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